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Liquids: VG? PG? What?

02 Dezember, 2016 | Rund um's Vapen

Es gibt Liquids, die schmecken echt lecker! Und es gibt Liquids, die schmecken nicht so dolle. Da muß man erstmal durchsteigen, und rumprobieren, um für sich das Richtige zu finden. So als Anfänger weiß man ja erstmal wenig bis nichts über die Liquids, und da ich Anfänger bin, habe ich mich mal im Internet auf die Suche gemacht, um Information über die unterschiedlichen Liquids zu sammeln, und um mir selbst auch ein bißchen Theorie draufzuschaufeln, die man braucht, wenn man dann doch irgendwann mal selber mischen will. 

Es folgt hier also kein wissenschaftlicher Text, sondern lediglich so ein grob-Wissen, mit dem man erstmal klar kommt und mitreden kann, und die Profis versteht, die darüber so diskutieren, als wären das ganz natürliche und alltägliche Themen... 

Aus was bestehen denn eigentlich Liquids? 

PG (Propylenglycol oder Propandiol) - grob gesagt, wohl etwas flüssiger als VG, transportiert vor allem Geschmack. Im Internet ist zu lesen, dass manche Menschen auf diesen Stoff allergisch reagieren, es wird allerdings auch dazu gesgat, dass das eine große Ausnahme sei. PG kann einen Hustenreiz auslösen, und verursacht zusammen mit dem Nikotin einen "Throat Hit", der für so manchen Dampfer wichtig ist. 

VG (vegetarisches Glycerin oder Glycol) - grob gesagt, etwas zähflüssiger als PG, und hauptsächlich für den Dampf verantwortlich. Außerdem soll VG nicht mit allen Aromen gut funktionieren. Diese Info ist dann eher wichtig für Leute, die selber mischen wollen. Es verringert also ein bißchen die Intensität des Aromas.

Aromastoffe - für den Geschmack. Die Zusammensetzung der Aromen obliegt den Herstellern. Es ist also tatsächlich schwer zu sagen, was darin alles so enthalten ist. Das ist vergleichbar mit der Lebensmittelindustrie. Auch in Lebensmitteln sind Aromen enthalten, von denen kaum ein Mensch weiß, was deren Bestandteile sind.

Nikotin - wenn man sich denn Liquids mit Nikotin aussucht. Nikotin ist und bleibt ein Nervengift und macht süchtig, da läßt sich nichts schön reden. Nikotin fuhrwerkt, soweit ich weiß, auch beim Geschmack mit rein - und ist wie PG auch mit beteiligt am sogenannten "Throat Hit".

In vielen Liquids ist zudem destilliertes Wasser enthalten. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Damit hätten wir nun also schonmal einen ganz ganz groben Überblick. 

Man liest in dem Zusammenhang bei Liquids auch immer von einer Basis-Zusammensetzung. Die Basis enthält im Prinzip das VG, das PG, und eventuell noch das Wasser, und das Nikotin.

VG, PG und Wasser wird dabei in % angegeben auf den Liquid-Fläschchen, das Nikotin in mg. Brillenträger sollten auf jeden Fall ihre Brille dabei haben, um das irgendwie lesen zu können. Das ist nämlich verdammt klein gedruckt. Zumindest bei allen Liquid Fläschchen, die ich bisher so gegehen habe. Da steht also zum Beispiel (ungefähr in Schriftgröße 6 oder darunter):

30% PG / 70% VG / 0% H2o / Nikotin nach Wahl 

und wo anders auf der Flasche steht dann bspw: 

Nikotin: 2,5 mg

Bitte nicht verwechseln: Ich finde, die Fläschchen für Liquids und die Fläschchen für Aromen schauen oft ähnlich aus. Ein Liquid ist das, was man gleich rauchen kann. Aromen sind in Liquids enthalten, und nur sinnvoll für Leute, die ihre Liquids selber mischen.

Meine momentane Liquidbar:

liquids

 

Wie ist das denn dann mit dem Geschmack?

Neben dem Aroma wird der Geschmack eines Liquids also von der Zusammensetzung des Gemisches und vom Nikotingehalt bestimmt. Es gibt also alle möglichen Kombinationen aus: unterschiedliche Aromen (und deren Anteil am Gemisch), VG Anteil am Gemisch, PG Anteil am Gemisch, und Nikotin Anteil am Gemisch -> eine unendlichen Vielfalt.

Die Antwort auf die Frage, ob mir ein Liquid taugt oder nicht, hängt bei mir auch von einem bestimmten anfänglichem Kratzen im Hals beim Einatmen ab. In Artikeln über das Dampfen wird das Wort "Throat Hit" verwendet, um das zu beschreiben. Raucher kennen das von herkömmlichen Zigaretten sehr gut. Also - für mich ist das schon wichtig, um irgendwie noch das "rauchen"-Gefühl zu haben. 

Diesen Throat Hit (oder zumindest das, was ich damit verbinde) habe ich am ehesten, wenn ich Liquids dampfe, die einen mentholigen Geschmack haben. Also Pfefferminz oder Eukalypthus, zum Beispiel. Ich bin inzwischen dazu übergegangen, fruchtige Liqudis mit Pferrerminz Liquids zu mischen - oder gleich ein gemischtes Liquid zu kaufen, wie bspw. Berry on Ice. Manche mögen sowas gar nicht! Andere sagen, dass der Menthol-Geschmack den Throat Hit überdecke. Also - die individuelle Wahrnehmung ist hier einfach wichtig. Am Anfang hilft nur ausprobieren.

Den Aromen sind sehr wenige Grenzen gesetzt, würde ich sagen! Wenn man sich da umschaut, da gibt es alles vom Apfelkuchen, über Cola, bis hin zur Kokosnuss, und Kiwi. Alles, was man sich vorstellen kann. Selbst Tabak-Geschmack kann gedampft werden. Also auch Menschen, die Menthol nicht abkönnen, können sich hier Ewigkeiten ausprobieren.

Meine ideale Liquid Mischung ist eine 50 / 50 Mischung von PG und VG, kein Wasser, 2-3 mg Nikotin, und vom Aroma her fruchtig-mentholig. Man muß am Anfang schon ein bißchen rumspielen, was einem am besten passt. Bei einer 30% PG und 70% VG Mischung habe ich bspw. das Gefühl, irgendwie was Fluffiges zu rauchen. Für manche bestimmt sehr angenehm, für mich eher nicht so lecker. 

Ich würde jedem Empfehlen, beim Ausprobieren eines Liquids von Anfang an mit darauf zu achten, wie die Zusammensetzung ist. So kann man relativ schnell Fehlkäufe vermeiden. Und was natürlich toll ist, in den Dampferläden kann man die unterschiedlichen Liquids ja zum Teil auch ausprobieren. 

Der Geschmack wird nebem dem Liquid auch davon bestimmt, wie geraucht wird. Also wie man seine E-Zigarette eingestellt hat. Ist bei mir bspw. die Watt-Zahl zu hoch, meine ich, einen elektrischen Nachgeschmack zu erkennen, der mich stört. Rauche ich das gleiche Liquid mit geringer Wattzahl schmeckt es auf einmal toll. Also - wenn man sich ein Liquid gekauft hat, mit dem man nicht ganz glücklich ist, kann man vielleicht auch noch über die Einstellungen des Geräts was rausholen. 

Was bedeutet eigentlich die Nikotin-Angabe? 

Diese Angabe ist nicht vergleichbar mit der Angabe des Nikotingehalts auf Zigarettenschachteln! Die Angabe der Nikotinkonzentration auf Zigarettenschachteln bezieht sich auf den Rauch einer Zigarette. Die Angabe der Nikotinkonzentration auf Liquid-Flaschen bezieht sich auf den Nikotingehalt in 1 ml Flüssigkeit.

Eine Zigarette enthält bspw 12 mg Nikotin. Ein Raucher wird allerdings nie im Leben pro Zigarette diese 12 mg aufnehmen. Viel verraucht davon ja einfach so, und auch die Aufnahme des Nikotins hängt von der Rauch-Gewohnheit des Rauchers ab.

Ein 10 ml Liquid-Fläschchen mit 2,5 mg Nikotin enthält dahingegen nur 25 mg Nikotin. Man kann nun aber nicht sagen, dass man, wenn man 10 ml Liquid verraucht hat, im Prinzip nur soviel Nikotin aufgenommen hat, wie wenn man nur ca 2 Zigaretten geraucht hätte. Der Vergleich hinkt ziemlich... 

10 ml Liquid reichen schon 'ne ganze Zeit, allerdings verqualmit hier von dem Nikotin nichts "einfach so", und auch die Inhalation mag eine völlig andere sein, wie bei einer normalen Zigarette. 

Ich denke, dass einem Rauch-Umsteiger - jemand, der also bereits eine Nikotin-Sucht hat - die Nikotin-Sucht auch hier einholt. Man wird vermutlich so ein E-Rauch-Verhalten entwickeln, dass die Nikotin-Sucht befriedigt bleibt nach dem Umstieg...

Ok, das ist nur meine Theorie. Ich bin kein Mathe-Genie um das irgendwie genauer ausrechnen zu können, und ein Biologe, der sich mit der Nikotin-Resorption des Körpers auskennt, bin ich auch nicht. Aber nach meinem Wissensstand funktionieren Süchte nunmal so, dass wenn man an einer Stelle was ändert, an anderer Stelle die Sucht eine Befriedigung suchen und finden wird. 

Will man seine Nikotin-Sucht beenden, muß man nikotinfreie Liquids rauchen und da einfach durch. Klar kann man den Nikotingehalt im Liquid schrittweise reduzieren, oder einfach weniger oft zur E-Zigarette greifen. Das könnte man aber mit normalen Zigaretten auch machen. Ich glaube, der Vorteil der E-Zigarette liegt beim Ausweg aus der Nikotin-Sucht eher darin, dass man das Rauch-Verhalten tatsächlich beibehalten kann. 

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